Die Wiege der Dekore für Fliesen und Natursteine in Schweinfurt

Im Jahr 1995 begann in der Steger Design- und Produktions-GmbH alles mit dem Wasserstrahlschneiden. Nach Anschaffung einer einstrahligen Wasserstrahlmaschine, mittels derer die ersten entworfenen Bordüren und Dekorationen aus Fliesen und Naturstein ausgeschnitten wurden, wurde kurze Zeit später die erste mehrstrahlige Wasserstrahlschneidanlage erworben. Damit begann die industrielle Fertigung von Borden und Dekoren für die deutsche Fliesenindustrie.

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Für alle Leser, denen der Begriff des Wasserstrahlschneidens oder besser des Schneidens mittels Wasserstrahl nahezu unbekannt ist oder die mehr darüber wissen wollen, nachstehend eine kurze, verständliche Erläuterung.
 
Beim Wasserschneiden unterscheidet man zwei Verfahren.

a) Das Pur-Wasser-Verfahren, für weiche Materialien wie Papier, Kunststoffe, Textilien und Nahrungsmittel. Hier wird der schneidende Wasserstrahl erzeugt, in dem vereinfacht gesagt Leitungswasser mit Druck durch eine Saphierdüse gepresst wird.

b) Das Abrasiv-Schneidverfahren, für härtere Materialien wie Glas, Metall, Fliesen und Naturstein. Hier wird dem Wasserstrahl in einer Mischkammer im Schneidkopf ein feiner Sand, der Abrasiv, zugeführt. Das Wasser-Abrasiv-Gemisch wird dann zu einem scharfen Schneidstrahl gebündelt, welcher die Mischeinheit durch die so genannte Fokussierdüse verlässt und auf das zu schneidende Material trifft.

Die Wasserstrahltechnik ist grundsätzlich ein Kaltschneideprozess. Diese Technik hat gegenüber vielen anderen thermischen Schneidprozessen, wie z.B. dem Laserschneiden, den Vorteil, daß keine thermische Belastung beim Zuschnitt auftritt, d.h.  keine Materialschmelze, Materialaufhärtung oder Verwindung passieren kann. Es entstehen keine giftigen Gase, Dämpfe oder Staub, der ganze Schneidprozess mittels Sand und Wasser ist sehr umweltfreundlich.
 
Die Bearbeitung von Materialien auf einer Wasserstrahlmaschine ermöglicht

  • den Zuschnitt filigraner Werkstücke in allen möglichen, denkbaren komplexen Formen mit höchster Präzision und minimalsten Toleranzen
  • glatte Schnittkanten ohne Notwendigkeit der Nachbearbeitung
  • feinste Schneidfugen und dadurch geringsten Materialverlust
  • gleich bleibende Qualität der ausgeschnittenen Formen, da sich der „Wasserstrahl“ nie abnutzt
  • wirtschaftliches und zeitsparendes Arbeiten bei hoher Schnittgeschwindigkeit
  • sowohl den Schnitt von Großserien als auch von Kleinserien und einzelnen Werkstücken